Lexikon & Ratgeber

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Das Nachschlagewerk für alle Begriffe, die dir bei FIARE begegnen — aus Versicherungen, Geld und den Rechnern. Tipp ein Stichwort ein oder blättere durch die Gruppen.

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Das Lexikon

Die wichtigsten Begriffe rund um Versicherung & Geld — kurz und verständlich erklärt. Such oben einen Begriff oder klick dich durch die Gruppen.

Grundbegriffe

gilt für alle Säulen
Prämie+
Der Betrag, den du für deine Versicherung zahlst — monatlich oder jährlich. Je höher das Risiko und die Leistung, desto höher meist die Prämie.
Merksatz: Prämie = der Preis fürs Abgesichert-Sein.
Selbstbehalt+
Der Teil eines Schadens, den du selbst trägst, bevor die Versicherung zahlt. Ein höherer Selbstbehalt senkt oft die Prämie.
Beispiel: 150 € Selbstbehalt → bei 600 € Schaden zahlt die Versicherung 450 €.
Versicherungssumme+
Der Höchstbetrag, den die Versicherung im Schadensfall maximal auszahlt. Zu niedrig angesetzt = Unterversicherung.
Versicherung kündigen+
Deine Kündigung muss vor Fristende einlangen (1–3 Monate, je nach Vertrag) — Absenden allein reicht nicht. Frist verpasst? Oft endet der Vertrag trotzdem, wenn die Versicherung vergessen hat, dich rechtzeitig zu warnen.
Grobe Fahrlässigkeit+
Bei grober Fahrlässigkeit zahlt die Versicherung meist nicht null, sondern anteilig (Quotelung) — je nach Schwere deines Fehlers. Eine passende Klausel kann das Kürzen aushebeln.
Polizze+
Die Polizze ist deine Versicherungsurkunde — das Dokument, das deinen Vertrag samt Leistungen, Summen und Bedingungen festhält. Heb sie gut auf: Im Schadensfall ist sie der Nachweis, was genau vereinbart wurde.
Merksatz: Polizze = der Vertrag schwarz auf weiß.
Obliegenheit+
Eine Obliegenheit ist eine Pflicht, die du als Versicherte:r einhalten musst — etwa einen Schaden rechtzeitig zu melden oder Gefahren nicht unnötig zu erhöhen. Verletzt du sie, darf der Versicherer die Leistung kürzen oder ganz verweigern.
Beispiel: Schaden wochenlang nicht gemeldet → die Versicherung kann die Zahlung kürzen.
Karenzzeit / Wartezeit+
Ein Zeitraum am Vertragsbeginn, in dem noch keine Leistung fällig wird — erst danach greift der volle Schutz. Häufig bei Kranken- und Zusatzversicherungen.
Beispiel: 3 Monate Wartezeit → eine Behandlung im 2. Monat wird noch nicht gezahlt.
Deckung & Deckungssumme+
„Deckung“ heißt: Dieser Fall ist von deiner Versicherung umfasst. Die Deckungssumme ist der Höchstbetrag, den sie dafür leistet. Was nicht umfasst ist, steht als Ausschluss in den Bedingungen.
Versicherungssteuer+
Auf viele Prämien fällt in Österreich eine Versicherungssteuer an — sie ist im Beitrag, den du zahlst, bereits enthalten. Beim Auto heißt der laufende Teil „motorbezogene Versicherungssteuer“.
Allgemeine Info, keine Steuerberatung.

Personenversicherung

Säule 01
Berufsunfähigkeit (BU)+
Zahlt eine Rente, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Für junge Menschen früh am günstigsten.
Warum wichtig: Dein größtes Vermögen ist deine Arbeitskraft.
Krankenzusatzversicherung+
Ergänzt die gesetzliche Krankenversicherung — etwa um Sonderklasse im Spital, freie Arztwahl oder Leistungen, die die Kasse nicht voll übernimmt. Umfang und Wartezeiten unterscheiden sich je Tarif stark.
Unfallversicherung+
Die private Unfallversicherung zahlt bei bleibenden Folgen eines Unfalls — meist eine Kapitalsumme je nach Invaliditätsgrad. Sie gilt rund um die Uhr, auch in der Freizeit; die gesetzliche deckt vor allem Arbeit und Arbeitsweg.
Merksatz: zahlt für die Folgen, nicht für den Schreck.
Ablebensversicherung (Risiko-Leben)+
Zahlt eine vereinbarte Summe an deine Hinterbliebenen, wenn dir etwas zustößt — ohne Sparanteil. Sinnvoll vor allem, wenn Menschen finanziell von dir abhängen, etwa wegen Kredit oder Familie.

Haftung

Säule 02
Privathaftpflicht+
Springt ein, wenn du anderen versehentlich einen Schaden zufügst. Eine der wichtigsten und günstigsten Versicherungen überhaupt.
Beispiel: Du stößt fremdes Handy vom Tisch → die Haftpflicht zahlt.
KFZ-Haftpflicht+
In Österreich Pflicht: Sie zahlt Schäden, die du mit deinem Fahrzeug anderen zufügst — an Personen, Sachen und Vermögen. Schäden am eigenen Auto deckt sie nicht, dafür ist die Kasko da.
Beispiel: Du fährst auf ein fremdes Auto auf → die Haftpflicht zahlt den fremden Schaden, nicht deinen.
Bonus-Malus / Schadenfreiheitsrabatt+
Das Stufensystem der Kfz-Haftpflicht: Fährst du unfallfrei, sinkt deine Prämienstufe (Bonus); meldest du einen selbstverschuldeten Schaden, steigt sie (Malus). Den angesparten Bonus kannst du beim Fahrzeugwechsel meist mitnehmen.

Sachwerte

Säule 03
Unterversicherung+
Ist deine Versicherungssumme niedriger als der echte Wert, kürzt der Versicherer im Schaden anteilig — auch bei kleinen Schäden. Halb versichert = halbe Leistung. Der Unterversicherungsverzicht schaltet das aus.
Haushaltsversicherung+
Ersetzt deinen Hausrat — Möbel, Elektronik, Kleidung — bei Schäden wie Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Einbruch. Oft ist eine Privathaftpflicht gleich mit dabei. Was genau gedeckt ist, hängt vom Tarif ab.
Beispiel: Ein Rohrbruch ruiniert Boden und Sofa → die Haushaltsversicherung springt ein.
Kasko (Teil- & Vollkasko)+
Deckt Schäden am eigenen Auto. Teilkasko zahlt bei Dingen ohne dein Zutun (Sturm, Hagel, Diebstahl, Wildunfall), Vollkasko zusätzlich bei selbstverschuldeten Unfällen und Vandalismus. Beide sind freiwillig.
Eigenheim- / Gebäudeversicherung+
Während die Haushaltsversicherung das bewegliche Inventar schützt, sichert die Gebäudeversicherung das Gebäude selbst — Mauern, Dach, fest Verbautes. Als Eigentümer:in brauchst du meist beides, als Mieter:in nur den Haushalt.

Vorsorge

Säule 04
Private Pensionsvorsorge+
Freiwilliges, langfristiges Ansparen fürs Alter — zusätzlich zur staatlichen Pension. Es gibt verschiedene Formen, etwa Fonds-Sparpläne oder Versicherungslösungen.
Warum früh: Je länger die Laufzeit, desto stärker wirkt der Zinseszins.
Er- & Ablebensversicherung+
Kombiniert Sparen mit einem Todesfallschutz: Beim „Erleben“ des Vertragsendes wird das Ersparte ausgezahlt, beim „Ableben“ erhalten die Hinterbliebenen die vereinbarte Summe.
Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge+
Eine staatlich geförderte Form der privaten Pensionsvorsorge in Österreich: Du sparst langfristig und bekommst eine staatliche Prämie obendrauf, die spätere Auszahlung ist begünstigt. Im Gegenzug ist das Geld lange gebunden.
Allgemeine Info, keine Beratung.

Geld & Investment

Sparen & Anlegen
Zinseszins+
Du bekommst nicht nur Zinsen auf dein eingezahltes Geld, sondern auch Zinsen auf die bereits gutgeschriebenen Zinsen. Über viele Jahre wächst dein Geld dadurch immer schneller.
Merksatz: Zeit ist der stärkste Hebel — je früher, desto besser.
ETF+
Ein börsengehandelter Fonds, der viele Wertpapiere bündelt und meist einen Index nachbildet. Statt einzelner Aktien kaufst du einen breit gestreuten Korb — das senkt das Risiko gegenüber Einzelwerten und ist kostengünstig.
Allgemeine Bildung, keine Anlageempfehlung.
Fonds vs. ETF+
Beide bündeln viele Wertpapiere. Ein aktiver Fonds wird von Manager:innen gesteuert (höhere Kosten), ein ETF bildet meist nur einen Index nach (günstiger). Die laufenden Kosten heißen TER.
Inflation+
Die allgemeine Teuerung: Geld verliert über die Zeit an Kaufkraft — für dieselbe Summe bekommst du später weniger. Davor schützt langfristiges Anlegen eher als Bargeld am Konto.
Diversifikation+
Nicht alles auf eine Karte: Wer sein Geld über viele Werte, Branchen und Regionen streut, senkt das Risiko einzelner Ausfälle. Ein breiter ETF macht genau das fast automatisch.
Sparen vs. Anlegen+
Sparen (z. B. Sparbuch) ist sicher und sofort verfügbar, bringt aber wenig — gegen die Inflation oft zu wenig. Anlegen (z. B. Fonds/ETF) bietet langfristig mehr Chance, schwankt aber und kann auch an Wert verlieren.
KESt+
Die Kapitalertragsteuer: in Österreich 27,5 % auf Kapitalerträge aus Wertpapieren (z. B. Kursgewinne, Dividenden). Sie wird meist automatisch abgezogen und schmälert den Gewinn beim Verkauf.
Allgemeine Info, keine Steuerberatung.
TER (Fondskosten)+
Die Total Expense Ratio — die laufenden Jahreskosten eines Fonds oder ETF in Prozent. Schon kleine Unterschiede summieren sich über viele Jahre deutlich.
Eigenmittel+
Das Eigenkapital, das du beim Immobilienkauf selbst mitbringst. Banken erwarten oft rund 20 % vom Kaufpreis — plus die Kaufnebenkosten, die meist ebenfalls aus Eigenmitteln kommen.
Sparplan+
Bei einem ETF- oder Fonds-Sparplan legst du automatisch einen festen Betrag in regelmäßigen Abständen an, z. B. monatlich. Durch die Käufe zu wechselnden Kursen mittelt sich dein Einstiegspreis (Cost-Average-Effekt) — ideal für langfristigen Aufbau mit kleinen Beträgen.
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